Pressemitteilungen 2012

CDU sieht sich zukünftig wieder in der aktiven Rolle, vom 02.02.2012

GRÄVENWIESBACH Reichlich Gesprächsstoff gab es in der letzten Vorstandssitzung der CDU Grävenwiesbach, zu der Vorsitzender Walter Struhler für den Tag nach der Landratswahl gerufen hatte. Dass sich die Grävenwiesbacher im Ergebnis deutlicher als der Kreis insgesamt für Ulrich Krebs ausgesprochen hatten, ist für Struhler zwar tröstlich. Bedrückend aber ist die sehr magere Wahlbeteiligung, die alleine mit den schlechten Wetterverhältnissen am Wahlsonntag nicht abgetan werden kann.

Vorrangiges Thema im CDU-Vorstand jedoch war die gemeinsame Beurteilung der aktuellen Situation und die zukünftige Entwicklung der Grävenwiesbacher Gemeindepolitik. Vor allem die Beteiligten an dem ehemaligen Viererbündnis haben dazu in den letzten Wochen einen regen öffentlichen Schriftwechsel geführt. "Wir haben die unterschiedlichen Interessen mit Interesse verfolgt", meint Fraktionsvorsitzender Tobias Stahl.

Wenn am 01. März Roland Seel (CDU) den Bürgermeistersessel einnimmt, wird noch immer kein beschlossener Haushalt für das laufende Jahr vorliegen. Dieser müsse erst in der nächsten Gemeindevertretersitzung am 20. März vom Gemeindevorstand eingebracht werden, bevor er - so bleibe zu hoffen - dann am 8. Mai wiederum von der Gemeindevertretung beschlossen werden könne, so Stahl. Gleichzeitig fordert der Fraktionsvorsitzende den Gemeindevorstand auf, hier in den nächsten Wochen seine besondere Verantwortung aktiv wahrzunehmen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung, Winfried Book, benennt die wesentlichen Themen, die bewältigt werden müssen. "An erster Stelle dürfte es die Verschuldung der Gemeinde sein, die uns Grenzen in der Entscheidungsfreiheit setzt", so Book. "Dennoch sind wir angetreten, um die Gemeinde zukunftsfähig zu halten und sie weiter zu entwickeln."

Die Gemeinde habe nicht nur kostendeckende Gebührenhaushalte zu führen, sondern darüber hinaus auch noch eine Reihe weiterer Pflichtaufgaben zu bewältigen, meint auch Dietrich Bube. Als Mitglied im JSKSA wird er unter anderem auch der Frage nachgehen müssen, wie die ab 2013 von der Landesregierung geforderte U3-Betreuungsquote für Grävenwiesbach gesichert werden kann. "Auch bei der Lösung dieses Themas werden wir aktiv werden müssen. Welches Ergebnis am Ende auch immer stehen wird, es wird teurer, als es mit dem abgelehnten Landeszuschuss jemals hätte werden können", ergänzt Bube.

Wie wird es grundsätzlich mit den zukünftigen Mehrheiten weitergehen? Das ist eine Grundsatzfrage, die niemand aus der Vorstandsrunde sicher beantworten konnte. "Die CDU-Fraktion jedenfalls wird die Herausforderung annehmen und zukünftig gerne wieder eine aktive Rolle in der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gemeinde einnehmen", zeigt Tobias Stahl die zukünftige Marschrichtung auf.

"Wir wollen und werden keine "Griechischen Verhältnisse" in Grävenwiesbach bekommen, dennoch wird es Zukunftsfähigkeit nicht zum Nulltarif geben" macht der Fraktionsvorsitzende deutlich. "Zukünftig werden wir mehr denn je miteinander kommunizieren müssen", ergänzt Struhler. Der CDU-Chef bietet dazu ausdrücklich seine Unterstützung und die aller CDU-Verantwortlichen an.

Insbesondere an die Adresse der politischen Mitstreiter gerichtet, bieten die CDU-Frontleute ihre Bereitschaft an, zu allen anstehenden Themen in einen konstruktiven und sachorientierten Dialog zu treten. Damit befinden sich Fraktion und Vorstand im Schulterschluss mit dem neuen Bürgermeister Roland Seel.

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