Nach dem Abitur 1974 an der Christian-Wirth-Schule in Usingen verpflichtete ich mich freiwillig für zwei Jahre zur Bundesmarine und war in Eckernförde und Flensburg stationiert.

1979 begann meine Ausbildung bei der uniformierten Polizei Hessen, zunächst in Kassel, abschließend an der Hessischen Polizeischule in Wiesbaden.

Danach folgte die Dienstzeit bei der Bereitschaftspolizei in Mühlheim am Main. In diese Zeit Anfang der 1980er Jahre fielen sehr viele heute noch bekannte Demonstrationsgeschehen, wie etwa Gorleben, Brokdorf, Wackersdorf, Startbahn West am Frankfurter Flughafen. Schon damals war bei vielen Demos der sogenannte „Schwarze Block“ mit dabei.

Von der Bereitschaftspolizei wechselte ich 1982 in den polizeilichen Einzeldienst nach Frankfurt am Main, versah Dienst auf dem 13. Revier in Bockenheim sowie auf der Notrufzentrale im Polizeipräsidium, damals noch in der Friedrich-Ebert-Anlage.

Es schloss sich an der Übergang von der Schutz- zur Kriminalpolizei in Frankfurt mit entsprechender Ausbildung an der Hessischen Polizeischule Wiesbaden. Innerhalb der Kriminalabteilung Frankfurt waren Stationen u. a. die sog. „Sitte“, alles rund um Prostitution und Zuhälterei, sowie beim damaligen K 23 die Bearbeitung von Wohnungseinbrüchen und anderen Formen der Diebstahlskriminalität.

1985 bewarb ich mich beim Bundeskriminalamt (BKA) zur Aufstiegsausbildung und begann mein Studium an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Köln. Das Studium beendete ich erfolgreich und erhielt den akademischen Titel eines Diplom-Verwaltungswirtes.

Im BKA arbeitete ich zunächst beim Kriminaldauerdienst im Wechselschichtdienst, gefolgt von Tätigkeiten bei der Zentralverwaltung im Organisationsreferat und bei der damaligen Abteilung Organisierte und Auftragskriminalität OA, jeweils als Sachgebietsleiter für Budgethoheit und Organisationsaufgaben.

1999 wurde ich Büroleitender Beamter bei der Gemeinde Grävenwiesbach. Hier konnte ich sehr detaillierte Einblicke und Kenntnisse über Grävenwiesbach, die Gemeindeverwaltung und die Gemeindepolitik gewinnen.

Im Jahr 2002 wählten mich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schwalbach am Taunus, Nachbar von Eschborn, zu ihrem Bürgermeister. Mit rund 15.000 Einwohnern und etwa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kernverwaltung ist Schwalbach deutlich größer. In dieser Zeit knüpfte ich die Kontakte auf Landes- und Bundesebene, die mir und damit auch Grävenwiesbach heute noch zur Verfügung stehen.

Von 2008 bis 2012 war ich als Kommunal- und Unternehmensberater insbesondere im Infrastrukturbereich tätig, so u. a. für Wasserversorgung und im Stromsektor. Seit 2008 habe ich einen Lehrauftrag für Kommunalrecht an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung. Ehrenamtlich unterrichte ich an der Hessischen Akademie für politische Bildung und führe insbesondere für ehrenamtliche Mandatsträgerinnen und Mandatsträger Schulungen durch.

Seit 2003 bis heute vertrete ich den Hessischen Städte- und Gemeindebund im Kuratorium der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung.

Ebenfalls seit 2003 bin ich als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht in Frankfurt am Main tätig.

Seit dem 01. März 2012 bin ich Bürgermeister unserer schönen Gemeinde Grävenwiesbach, und das sehr gerne.

Die Gemeinde Grävenwiesbach ist in vielen Verbänden und Organisationen Mitglied – muss dort Mitglied sein. Weniger aus rechtlichen, vielmehr aus vernünftigen Gründen. Kommunalpolitik findet heutzutage nicht mehr in engen Grenzen statt und schon gar nicht nur im eigenen Gemeindegebiet.

Formen der Zusammenarbeit, Abstimmung mit übergeordneten Behörden, Weiterleitung der eigenen Vorstellungen und Wünsche, Mitteilung erkannter rechtlicher Fehlentwicklungen, Weitergabe sich tatsächlich ergebender kommunaler Nachteile, Ausnutzen von Fördermöglichkeiten und, und, und…

Grävenwiesbach braucht eine anerkannte Stimme auf Kreis- und Landesebene. Diese fällt nicht vom Himmel, dafür muss hart gearbeitet und geworben werden. Präsenz auf Kreis- und Landesebene sowie die Pflege der Kontakte hinein in Land- und Bundestag bis hin in die Ministerien und Behörden, dies kann für Grävenwiesbach Vorteile bringen. Ohne die Mitgliedschaft in den Verbänden und die ständige Kontaktpflege ist dies ungleich schwieriger. Wir reden hier über eine Hol-, keine Bringschuld. Netzwerke aufbauen und pflegen, darauf habe ich in den vergangenen sechs Jahren sehr viel Mühe verwendet, und dies werde ich auch in den kommenden Jahren weiter so gestalten, wenn Sie mir Ihr Vertrauen geben und mich erneut zum Bürgermeister wählen.